Schwedische Museen und Migration

LBI EGÖ-Forscherin: Christina Johansson (Malmö Unviersity)

Christina Johansson ist eine promovierte Historikerin mit den Schwerpunkten Migration und Ethnizität. Sie hat Bücher, Artikel und Berichte über das Verhältnis von Staat, Nation, Migrationspolitik und die Repräsentationen von Migration veröffentlicht. Ihre Publikationen umfassen die Dissertation "Welcome to Sweden? Swedish Discourses on Migration in the Latter Part of the 20th Century". Derzeit arbeitet Christina Johansson im Zuge einer Forschungskooperation zwischen der Universität Malmö und dem in Wien ansässigen Ludwig Boltzmann-Institut für Europäische Geschichte und Öffentlichkeit an einer Studie, die der Frage nachgeht, wie schwedische Museen, die traditionell stark national, regional und lokal ausgerichtet sind, mit der Herausforderung umgehen, Migration und kulturelle Vielfalt angemessen darzustellen.

Schwedische Museen und Migration

Dieses Projekt versteht sich als Fortsetzung der schwedischen Pilotstudie aus der ersten Forschungsperiode, die die Notwendigkeit von weiterführender Forschung zu Fragen von Repräsentationen von Migration in schwedischen Museen deutlich gemacht hat. Der Fokus des neuen Projektes liegt auf der Analyse der sozialen Prozesse, die den Darstellungen von MigrantInnen in Museen zugrunde liegen.
 

Zentrale Forschungsfragen:

  • Wessen Immigrationsgeschichten werden repräsentiert, auf welche Weise und in welchem Ausmaß? Werden dabei Fragen von Geschlecht, sozialer Klasse und Ethnizität besonders berücksichtigt?
  • Wer ist am Produktionsprozess, der den Repräsentationen zugrunde liegt, beteiligt? Wer dominiert diesen Produktionsprozess?
  • Finden sich auch Gegennarrative zu den offiziellen Erzählungen?