Migration & Gedächtnis

Migration & Gedächtnis

Forschungsfeld “MIGRATION & GEDÄCHTNIS”

Forschungskoordination: Christiane Hintermann (LBI EGÖ Wien)

Ausgangslage und Forschungsinteresse

Migration & Gedächtnis wurde als Forschungsfeld 2006 am Ludwig Boltzmann-Institut für Europäische Geschichte und Öffentlichkeit eingerichtet. Seit 2007 wird die Forschung in Zusammenarbeit mit WissenschaftlerInnen der Universität Malmö durchgeführt. Ausgangspunkt des gemeinsamen Forschungsinteresses ist die empirische Tatsache, dass die meisten europäischen Gesellschaften heute pluralistische, heterogene Einwanderungsgesellschaften sind. Die Bevölkerung unterscheidet sich nicht nur im Hinblick auf ethnischen und kulturellen Hintergrund, religiöse Zugehörigkeit oder Herkunftsland, sondern auch durch ihre individuellen und Familien-Biographien, wie auch die jeweils tradierten historischen und politischen Erfahrungen. Trotz dieser Vielzahl an Wanderungsprozessen und der Zunahme an multi-ethnischen und multi-kulturellen Gesellschaften ist das europäische Selbstverständnis nach wie vor stark durch nationalstaatlich ausgerichtete Narrative geprägt. Kein Einwanderungsland zu sein ist zum Beispiel für Österreich nach wie vor ein gültiges politisches Leitmotiv.