Forschung

Die Zeit des Kommunismus und des Postkommunismus in Mitteleuropa

Forschungsfeld “DIE ZEIT DES KOMMUNISMUS UND DES POSTKOMMUNISMUS IN MITTELEUROPA”
Forschungskoordination: Libora Oates-Indruchová (LBI EGÖ Wien)
Der Zeit des Kommunismus und des Postkommunismus in Mitteleuropa gilt seit langem das Forschungsinteresse des Ludwig Boltzmann-Instituts für Europäische Geschichte und Öffentlichkeit. Wir beschäftigen uns hauptsächlich mit den Auswirkungen staatlicher Akteure auf den Alltag der betroffenen Mitteleuropäer (meist, aber nicht beschränkt auf, Tschechen, Slowaken, Österreicher, Ungarn und Polen) in der europäischen politischen Ordnung nach dem Zweiten Weltkrieg. Von größtem Interesse ist auch die Zeit nach dem Ende der kommunistischen Regime in Mitteleuropa, die Zeit der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Transformation, die dem Beitritt der postkommunistischen Ländern zur Europäischen Union voranging und auch die Entwicklung seither. Das bisher größte Projekt, 'Grenzgemeinden: Mikrostudien mit den Schwerpunkten Alltagsgeschichte, Politik und Erinnerung in europäischen Gesellschaften von 1945 bis zur Gegenwart' lief von 2005 bis Mai 2012; derzeit werden mehrere Publikationen aus dem Projekt vorbereitet. Die aktuellen Projekte sind: Macht und Gewalt über den weiblichen Körper in der Tschechoslowakei: Soziale und medizinische Praktiken des Gebärens (2011-2014)' und 'War Memories. Children, Border Regions & Migrants in Europe'.

Migration & Gedächtnis

Forschungsfeld “MIGRATION & GEDÄCHTNIS”

Forschungskoordination: Christiane Hintermann (LBI EGÖ Wien)

Ausgangslage und Forschungsinteresse

Migration & Gedächtnis wurde als Forschungsfeld 2006 am Ludwig Boltzmann-Institut für Europäische Geschichte und Öffentlichkeit eingerichtet. Seit 2007 wird die Forschung in Zusammenarbeit mit WissenschaftlerInnen der Universität Malmö durchgeführt. Ausgangspunkt des gemeinsamen Forschungsinteresses ist die empirische Tatsache, dass die meisten europäischen Gesellschaften heute pluralistische, heterogene Einwanderungsgesellschaften sind. Die Bevölkerung unterscheidet sich nicht nur im Hinblick auf ethnischen und kulturellen Hintergrund, religiöse Zugehörigkeit oder Herkunftsland, sondern auch durch ihre individuellen und Familien-Biographien, wie auch die jeweils tradierten historischen und politischen Erfahrungen. Trotz dieser Vielzahl an Wanderungsprozessen und der Zunahme an multi-ethnischen und multi-kulturellen Gesellschaften ist das europäische Selbstverständnis nach wie vor stark durch nationalstaatlich ausgerichtete Narrative geprägt. Kein Einwanderungsland zu sein ist zum Beispiel für Österreich nach wie vor ein gültiges politisches Leitmotiv.

Lise-Meitner-Fellowships

GastwissenschaftlerInnen des Ludwig BoItzmann-Instituts für Europäische Geschichte und Öffentlichkeit ist es gelungen, zwei der begehrten Lise-Meitner-Fellowships einzuwerben. Einzelheiten über die Projekte finden Sie hier.

Das Ziel des Lise-Meitner-Programms des FWF ist es, hoch qualifizierten WissenschaftlerInnen aus dem Ausland für die Dauer von 24 Monaten die Mitarbeit in österreichischen Forschungseinrichtungen und Forschungsprogrammen zu ermöglichen. Durch die Eröffnung neuer Wissensgebiete und die Etablierung innovativer wissenschaftlicher Ansätze tragen die ausländischen WissenschaftlerInnen dazu bei, Know-how und Qualität des österreichischen Forschungsstandortes zu stärken.