Abgeschlossene Projekte Migration und Gedächtnis, 2007-2010

Während der ersten Forschungsperiode (2006-2009) wurden von den Teams in Wien und Malmö Projekte in zwei Forschungslinien durchgeführt. Die zusammenfassenden Ergebnisse werden in Form von zwei Buchpublikationen der wissenschaftlichen Öffentlichkeit präsentiert. Bereits im Dezember 2009 ist die ZweiautorInnen-Monographie Debating Migration von Stefanie Mayer und Michael Spång erschienen. Im Herbst 2010 erscheint die von Christiane Hintermann und Christina Johansson herausgegebene Anthologie Migration & Memory. Verlag: StudienVerlag/Transaction Press.

Migration & Memory: Representations of Migration in Europe since 1960

konzentrierte sich auf die Analyse der Repräsentationen von Migration and MigrantInnen in Schulbüchern und in Migrationsausstellungen. Der Fokus lag jeweils auf der Einwanderungsgeschichte und der Darstellung von ImmigrantInnen. Die folgenden Fragen standen im Mittelpunkt des Forschungsinteresses: Wie wird Einwanderung in österreichischen und schwedischen Schulbüchern und Migrationsausstellungen kollektiv erinnert und repräsentiert? In welcher Weise werden EinwanderInnen dargestellt? Werden sie diskursiv als Teile des nationalen oder europäischen wir konstruiert oder als die anderen, die Außenseiter? Kommen ImmigrantInnen selbst zu Wort, haben sie die Möglichkeit, sich selbst zu (re)präsentieren? Und last but not least haben sich diese Repräsentationen im Laufe der Zeit verändert? Konferenzbericht auf HSozuKult: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=2440

 
Debating Migration: Political Discourses on Labour Immigration in Historical Perspective

Das Ziel der Arbeit im Rahmen der zweiten Forschungslinie bestand darin, politische Diskurse zu Immigration in Schweden und Österreich aus einer diachronen Perspektive vergleichend zu analysieren. Der zeitliche Fokus der Analyse lag zum einen auf den 1960er und frühen 1970er Jahren, zum anderen auf den Debatten im Rahmen der EU-Erweiterung im Jahr 2004. Die Untersuchung der politischen Debatten, die sich an der kritischen Diskursanalyse und Martin Wengeler’s (2003) Methode der systematischen Topoianalyse orientierte, wurde eingebettet in eine Auseinandersetzung mit Fragen der Regulierung von Einwanderung und Institutionenentwicklung.